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  • Johanna Bergbaur

Teichbucheintrag vom 22.06.2021

WAS TUT SICH IN DEN FISCHTEICHEN?


Kleine Leckerbissen zwischendurch

Das eher feuchte Wetter im Mai hat das Gras rund um unsere Teichanlage schnell wachsen lassen. Die ersten Grashalme hängen über das Rundholz-Ufer und ragen knapp bis an die Wasseroberfläche. Da kann es schon mal passieren, dass unsere Almfische nach dem ein oder anderen Käfer schnappen. Speziell am Abend, wenn viele Insekten unterwegs sind, hüpfen unsere Fische extrem viel und kommen so zu etwas "Natur"-Nahrung ;)



Natürliche Wasserkühlung

In den letzten Tagen hat der Sommer eindeutig das Ruder übernommen und ist gleich mit der ersten "Hitzewelle" gestartet. Das macht sich natürlich auch in unseren Teichen und ins besondere an der Wassertemperatur bemerkbar.

An so heißen Tagen steigt diese auf bis zu 18 °C. Das ist für Bio-Forellen und -Saiblinge schon etwas grenzwertig. Aber keine Angst, diese Temperaturspitzen halten nur für ein bis zwei Stunden an. Denn dann kommt gleich wieder der Schatten bzw. Sonnenuntergang und es geht schnell wieder nach unten mit der Wassertemperatur.

Dennoch ist es in solchen Fällen wichtig, dass genügend Sauerstoff im Wasser vorhanden ist. Denn je wärmer das Wasser umso geringer ist die Löslichkeit von Sauerstoff im Wasser.

Foto: Karl Redtenbacher

Zum Glück haben wir reinstes und vor allem besonders sauerstoffreiches Wasser in unseren Fischteichen - nämlich das von der Alm, welche aus dem Almsee entspringt.

Dieser erwärmt sich zwar an so heißen Tagen an der Oberfläche recht schnell, aber ein bisschen Wind oder ein kurzes Gewitter und schon kühlen die kalten Quellen, die den Almsee speisen, die wärme Wasserschicht an der Oberfläche rasch wieder ab. Zusätzlich hilft auch noch der Schnee vom letzten Winter auf den Gipfeln des Toten Gebirges mit an der natürlichen Wasserkühlung.


Dennoch beobachten wir die Wettersituation immer genau und müssen dabei feststellen, dass der Klimawandel auch für uns bzw. unsere Almfische eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt. Denn bei 20 °C und mehr ist dann bald Schluss mit Forellen und Saiblingen und wir müssten nach alternativen Fischarten umsehen, die mit wärmeren Temperaturen besser zurecht kommen. Wäre aber schade um die Forellen und Saiblinge!


Almfische 2.0

Die nächste Generation an Almfischen gibt jetzt richtig Gas. Im Moment kann man ihnen beim Wachsen quasi zusehen. Sie sind richtig hungrig und können bei den warmen Wassertemperaturen das Futter besonders effizient verwerten.

Trotzdem, mit ca. 1-2 Gramm pro Fisch dauert es noch ein bisschen, bis ihr auch etwas davon habt ;)








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